Infos

Sie befinden sich in den Archiven der Kategorie Wirtschaft.

Mai 2012
M D M D F S S
« Jan    
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  
Links

Archiv der Kategorie Wirtschaft

Offener Brief zu “Atom-Krise: Kraftwerkskapazität ist ausgereizt”

Offener Brief der Aktiven Bürger Grevenbroich vom 18.03.2011 zum Artikel  ”Atom-Krise: Kraftwerkskapazität ist ausgereizt” in der NGZ: 

******************************* 

Sehr geehrter Herr Piel,
 
in der NGZ-Ausgabe vom 18.03.2011 ist unter der Überschrift “Atom-Krise: Kraftwerkskapazität ist ausgereizt” u.a. folgende Stellungnahme eines Unternehmenssprechers von RWE zu lesen: “Das Kraftwerk Frimmersdorf ist ein potenzieller Standort für einen Neubau”.
 
Die Fraktion der Aktiven Bürger Grevenbroich stellt zu dieser Äußerung folgendes fest: Mit uns wird es keinen Neubau von weiteren BoA-Kraftwerken am Standort Frimmersdorf geben. Die zumutbaren Belastungen der Bürgerinnen und Bürger durch Emissionen sind seit langem nicht nur schon erreicht, sondern deutlich überschritten. Es scheint fast so, als wenn RWE die gesamten Stadtteile im Grevenbroicher Süden als ihr eigenes, großes Industriegebiet betrachtet, wo man nach Herzenslust schalten und walten kann. Die eigenen Gewinne explodieren, während vor allem das mühsam erarbeitete Immobilienvermögen der Einwohner stetig an Wert verliert. Schon heute müsste RWE streng genommen jedem Hauseigentümer einen Betrag in der Größenordnung von 30.000 bis 50.000 € als Entschädigung für Wertverlust durch Einflüsse auf Umwelt und Lebensqualität erstatten. Es können daher am Standort Frimmersdorf in Zukunft nur Lösungen in Form von emissionsfreier, alternativer Energieerzeugung bzw. für Forschung und Entwicklung solcher Technologien in Frage kommen. Der Gebietsentwicklungsplan ist daher im Zweifel entsprechend abzuändern. Die Aktiven Bürger Grevenbroich werden Politik und Verwaltung mit Nachdruck darauf drängen, hier nicht (wieder einmal) vor dem Hintergrund der altbekannten Argumente “Gewerbesteuer” und Arbeitsplätze” einzubrechen. Beide Argumente haben sich überholt; Gewerbesteuerzahlungen fallen aufgrund von Abschreibungen nach Inbetriebnahme der neuen BoA-Blöcke in Zukunft kaum noch bzw. gar nicht mehr an, Arbeitsplätze werden seit Jahren nachweislich abgebaut anstatt erhalten oder gar neu geschaffen.
Viele Grüße
Rolf Göckmann
Fraktionsvorsitzender ABG
Zünftestr. 3

41515 Grevenbroich

******************************* 

Parkgebühren in GV


Planung einer Erweiterung der Parkgebühren im Innenstadtbereich von Grevenbroich ist derzeit, entfacht durch die CDU, in der Diskussion. Argumentiert wird dies mit dem Loch in der Haushaltskasse, das durch die Unfähigkeit der Politik in den letzten Jahren mühsam erwirtschaftet wurde (Landesgartenschau und diverse andere Ausgaben, die man sich hätte sparen können).

Die Bundesebene als Vorbild versucht man nun statt durch Einsparungen den Bürger das Loch stopfen zu lassen.

Respekt!

Und da fällt den Politikern nur wieder ein, die Kuh der Autofahrer zu melken, obgleich man bisher vermieden hat verkehrstechnische Alternativen bereitzustellen. Buslinien werden weiter eingestrichen oder verkehren nur noch in einer dünnen Frequenz. Ein Automobil ist für fast jeden, der in den Außenbezirken von Grevenbroich lebt notwendig. Die Bürger des Innenstadtbereiches haben aufgrund der Parkplatznot und der steigenden Benzinkosten bereits ihre Fahrzeuge konsolidiert.

Da kann man nur hoffen, dass die gemolkenen Autofahrer den Griff an die Zitzen merken und sich fortan bei Fahrantritt reorganisieren und ihre Erledigungen in anderen, parkplatzfreundlicheren Gebieten im Umkreis tätigen. Die Politik der Stadt in den letzten Jahren hat bereits zu einigen Tageszeiten zu einer Leerung des Innenstadtbereiches geführt. Weiter so, dann ist dies nicht mehr die Stadt der Energie sondern die der Geister!

Kaufinteressent für Kaserne in Kapellen verprellt


Ein Kaufinteressent für das Geländer der ehemaligen Nato-Kaserne in Kapellen ist durch eine eigenmächtige Entscheidung über die Nutzungsänderung durch die Verwaltung der Stadt Grevenbroich so verärgert worden, dass er von einem Kauf und einer Umgestaltung des Geländes absieht. Was ist passiert?

Vor ca. 1 Jahr war ein Unternehmer aus Düsseldorf an dem Gelände der Kaserne in Kapellen interessiert und hat sich die auf dem Grundstück vorhandenen Ruinen der Häuser (letztmalige Nutzung des Geländes als Asylantenheimes vor einigen Jahren) angesehen. Dadurch, dass die Bebauungen auf dem Grundstück seit Jahren nicht mehr genutzt worden sind, ist die Bausubstanz in einem denkwürdigen Zustand. Dennoch war das Interesse des Unternehmers geweckt, der aus dem jahrelang militärisch genutztem Gebiet ein eine Paintballanlage machen wollte und diese Richtung Familienfreizeitpark ausbauen wollte (Paintball => das spielerische Beschießen der Spieler untereinander mit Farbkugeln). Gelegen kam dem Interessenten die Nähe zur Autobahn und die Abgeschiedenheit zu Wohngebieten. Entsprechende Pläne waren schon in Bearbeitung und die Verhandlungen über den Kauf entsprechend fortgeschritten als sich die Frage nach Nutzungsänderung des Geländes ergab. Eine Anfrage bei der Verwaltung wurde von einem Sachbearbeiter eigenmächtig abgelehnt, obgleich eine Nutzungsänderung des Geländes eine Sache der politischen Gremien wäre. Der Unternehmer sah davon ab, eine Freizeiteinrichtung in Grevenbroich zu errichten und sucht weiterhin nach einem Gelände in anderen Kommunen um seinen Plan die “größte Outdoorpaintballanlage” in NRW zu errichten. In meinen Augen ein Skandal, eine Entscheidung den politischen Gremien vorweg zu nehmen und gleichzeitig einen Interessenten zu verprellen, der bereit gewesen ist in Grevenbroich zu investieren und eine Freizeitanlage zu errichten, die Gewerbesteuerern in die Kommune und Arbeitsplätze bringt. Ein persönlicher Kontakt zu dem Düsseldorfer Unternehmer besteht noch, ein grundsätzliches Interesse an dem Gelände ist bei ihm auch noch vorhanden - einen Sinneswandel der Stadtverwaltung und einer Nutzungsänderung entsprechend den Plänen des Interessenten vorausgesetzt.

Ansonsten kann ich zu einem solchen Einstellung der Stadtverwaltung nur sagen: DER LETZTE MACHT DAS LICHT AUS!

|